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Leitstelle

MAÜ-Schnittstelle Rheinland-Pfalz

Einsatzdaten aus dem in Rheinland-Pfalz eingeführten MAÜ-Verfahren (XML per E-Mail) automatisch nach FeuerSoftware Connect übernehmen

MAÜ-Schnittstelle Rheinland-Pfalz

Hinweis: Diese Schnittstelle befindet sich in der Beta-Phase. Es kann noch zu Änderungen oder vereinzelten Fehlern kommen.


Allgemeines

Über das in Rheinland-Pfalz einheitlich eingeführte MAÜ-Verfahren (Maschinenlesbare unidirektionale automatische Übergabe) versendet die Leitstelle bei jeder Alarmierung eine E-Mail mit einem XML-Anhang. FeuerSoftware Connect ruft dafür hinterlegte E-Mail-Postfächer automatisch ab und übernimmt die enthaltenen Einsatzdaten – ohne manuellen Eingriff.

Die Schnittstelle nutzt dieselbe, bereits seit Jahren bei FeuerSoftware im Einsatz befindliche Auswertungs-Engine wie die bisherige, durch den Support manuell gepflegte MAÜ-Auswertung – neu ist die Self-Service-Konfiguration direkt im Connect Portal.


Aktivierung

Seitenleiste → Schnittstellen → „Rheinland-Pfalz MAÜ XML"

Verwaltet werden kann die Schnittstelle mit einer Berechtigung auf Organisationsebene (Organisationsadministrator).


Postfächer einrichten

Es können beliebig viele IMAP-Postfächer hinterlegt werden, in denen die XML-Meldungen der Leitstelle eingehen:

FeldBeschreibung
ServerIMAP-Server als host:port (z. B. imap.beispiel.de:993)
BenutzernameIMAP-Zugangsdaten
PasswortIMAP-Zugangsdaten

Die Verbindung erfolgt immer verschlüsselt (SSL) und liest ausschließlich den Posteingang (Inbox) im Lesezugriff. Ein hinterlegtes Postfach wird alle 10 Sekunden auf neue E-Mails geprüft.

Verbindung testen

Die Zugangsdaten lassen sich sowohl direkt im Formular als auch über das Aktionsmenü der Postfach-Karte prüfen. Beim Aktivieren der Gesamt-Schnittstelle wird zusätzlich jedes hinterlegte Postfach automatisch getestet – schlägt eines fehl, wird die Aktivierung mit einer konkreten Fehlermeldung zu genau diesem Postfach abgelehnt, statt eine fehlerhafte Konfiguration stillschweigend zu aktivieren.


Anforderungen an die E-Mail

Damit eine eingehende E-Mail verarbeitet wird, muss sie:

  • ungelesen im Postfach ankommen – das Postfach wird ausschließlich lesend geöffnet, die Schnittstelle markiert E-Mails nie als gelesen, verschiebt oder löscht sie
  • mindestens einen XML-Anhang enthalten – erkannt an der Dateiendung .xml oder einem MIME-Type, der „xml" enthält (Groß-/Kleinschreibung spielt keine Rolle)
  • im Anhang das RLP-ILtS-XML-Format der Leitstelle liefern

Nicht relevant für die Verarbeitung:

  • Der Absender wird nicht geprüft – jede E-Mail im konfigurierten Postfach wird gleich behandelt.
  • Der Betreff hat kein Pflichtformat; einzige Ausnahme: Enthält er das Wort „Einsatzabschluss", wird die Meldung als Einsatzende statt als Einsatzeröffnung gewertet.

Enthält eine E-Mail mehrere XML-Anhänge, wird jeder einzeln verarbeitet – in der Praxis versendet die Leitstelle aber normalerweise eine E-Mail mit einem Anhang pro Einsatzereignis.

Hinweis zur Ersteinrichtung: Bereits im Postfach liegende, alte E-Mails werden beim erstmaligen Aktivieren nicht rückwirkend verarbeitet – nur ab diesem Zeitpunkt neu eingehende Meldungen.


Standort-Zuordnung

Je Postfach wird über einen Suchbegriff festgelegt, welche eingehende Meldung auf welchen Connect-Standort läuft. Der Suchbegriff wird nicht gegen Betreff, Adresse oder Einsatzstichwort geprüft, sondern als Teilstring (Groß-/Kleinschreibung wird ignoriert) gegen die in der Meldung enthaltenen Einsatzmittel (Fahrzeuge) und Maßnahmen abgeglichen.

Sonderwert: Wird als Suchbegriff all eingetragen, wird jede über dieses Postfach eingehende Meldung an den zugeordneten Standort übertragen – unabhängig von den enthaltenen Einsatzmitteln, nicht nur als Rückfalloption für sonst nicht zugeordnete Meldungen.


Verarbeitungsprotokoll

Eine durchsuchbare, seitenweise Tabelle zeigt für jede eingegangene E-Mail Zeitpunkt, Betreff sowie das Ergebnis der Verarbeitung (Erfolgreich/Fehlgeschlagen mit Klartext-Meldung), u. a.:

MeldungBedeutung
„Einsatz {Nr} erfolgreich übertragen."Einsatz wurde erfolgreich nach Connect übernommen
„Einsatz {Nr} erkannt, aber kein Standort-Connect-Key hinterlegt — Übertragung nicht möglich."Keine passende Standort-Zuordnung gefunden
„Fehler bei der Verarbeitung des Anhangs: …"XML-Anhang konnte nicht ausgewertet oder nicht nach Connect übertragen werden
„Keine relevanten Anhänge gefunden, Email übersprungen."E-Mail enthielt keinen auswertbaren XML-Anhang

Zusätzlich werden Zustandswechsel der Postfach-Verbindung selbst protokolliert (z. B. „IMAP-Verbindung wiederhergestellt." / „IMAP-Verbindung fehlgeschlagen: …").


Übertragene Daten

Aus der XML-Meldung werden u. a. folgende Felder übernommen:

  • Einsatznummer, Einsatzstichwort, Meldebild
  • Adresse (Ort, Ortsteil, Straße, Hausnummer, Objekt) und GPS-Koordinaten
  • Alarmierte Fahrzeuge (Einsatzmittel) inkl. Statuszeiten
  • Angeordnete Maßnahmen
  • Lagemeldungen der Leitstelle (werden laufend als Nachrichten am Einsatz ergänzt)

Der Einsatz wird in Connect mit der Quelle „MAÜ" gekennzeichnet.


Lizenz

Die Aktivierung der Schnittstelle bucht automatisch das zugehörige Lizenzprodukt, die Deaktivierung entfernt die Buchung wieder. Das Lizenzprodukt ist aktuell kostenlos.


Bestehende Kunden der bisherigen MAÜ-Auswertung

Wer die MAÜ-Auswertung bereits über die bisherige, durch FeuerSoftware manuell gepflegte Lösung nutzt (siehe MAÜ Auswertung (RLP) – Anwenderdokumentation), kann für eine Umstellung auf die neue Self-Service-Schnittstelle den FeuerSoftware-Support kontaktieren: info@feuersoftware.com

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